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Alte Villa

Das Prädikat des westlichsten Biergartens überhaupt hat die Alte Villa inzwischen abtreten müssen, aber das nimmt ihr nicht den unbandigen Reiz: Wer aufs Ufermäuerchen steigt, blickt übers Schilf auf die Weite des Ammersees, und dahinter tut sich lichtblaues Gebirg auf. Sonn- und feiertags, manchmal auch samstags lädt die Villa zum Jazz-Frühschoppen. Statt Eintritt werden alle Getränke dann 1 Euro teurer. Unter uns: Die benachbarte See-Post in Schondorf verlangt bei Musik keinen Extra-Obolus. Das Badegelände liegt gleich in der Nähe, und wenn es zu heiß wird, genießen wir die Holzbänke im Park umso mehr.

Alter Wirt

Der Alte Wirt ist ein schöner, gut 160 Jahre alter Traditionsgarten direkt an der Würm, der viele Jahre lang arg heruntergewirtschaftet war. Legendär sind die Geschichten über den alten Wirt vom alten Alten Wirt. Seit ein paar Jahren hat die Augustiner-Brauerei Haus und Garten übernommen und sauber herausgeputzt. Die sündige Meile Kraillinger Brauerei - Pe.Es. hat in ihrer Mitte durch den Alten Wirt würdigen Zuwachs bekommen. Unter der Woche öffnen die Buden um 16 Uhr. Vorher kann man sich seine Maß an der Schänke im Wirtshaus holen.

Alter Wirt Etterschlag

Viele Münchner kennen Etterschlag noch als lästigen Ampelhalt unterwegs zu Ammer- oder Bodensee. Durch den Autobahntunnel ist das Bauerndorf Etterschlag von der Blechlawine befreit. Der Wirt hat die alte Ampel, den Schrecken der Reisenden, in den Garten gestellt. Köstlich das kühle Kastaniendach nach dem Gifthauch der Straße, ein richtiger Dorfbiergarten mit festen Holzbänken und einem schönen Spielplatz. Wochentags öffnen die Buden erst ab 16 Uhr, wer eher kommt, holt sich das Bier drinnen oder lässt sich auf der Terrasse ein preiswertes ,,Handwerker-Essen" servieren.

Alter Wirt Moosach

Anno 1442, also noch vor dem Reinheitsgebot, sperrte der Alte Wirt erstmals auf. Seit 2014 ist endlich Platz für einen schönen Biergarten. Der Garten teilt sich in den bedienten Abschnitt nahe dem denkmalgeschützten Wirtshaus und den neuen SB-Bereich, der vom renovierten Nebengebäude mit neuer Schänke und eigener Küche versorgt wird. Die alten Salettln verleihen dem Garten einen gewachsenen Charakter. Der Wirt hat lange Jahre in der Brauerei gearbeitet und dann später bei den Bierbrauern von Doemens die Schulbank gedrückt.

Alter Wirt Ramersdorf

Wenige Meter nur vom Ende der Salzburger Autobahn empfängt uns dieser überaus schattige Biergarten. Mal ehrlich, welcher Biergartenfan, wenn's denn kein Ramersdorfer ist, kennt den Alten Wirt? Fast noch dörflich wirkt die Umgebung mit der Wallfahrtskirche (siehe Tipp), dem Ramersdorfer Maibaum und dem stattlichen Wirtshaus, schon seit 300 Jahren als ,,Pierzäpflerei" in Ramersdorfer Diensten. Am Brotzeitstand unter dem dichten Blätterdach bestellt man sein Fleisch. Das Essen wird dann erst auf dem Holzkohlengrill zubereitet.

Augustiner Schützengarten

Der Augustiner Schützengarten firmierte früher unter Münchner Haupt, noch früher unter Schießstätte. Trotz aller Umtaufen bleibt es ein großer, schöner, wohlversteckter Biergarten in Sendling, weithin sichtbar überragt von einem gewaltigen Anwesen - gegen Ende des 19. Jahrhunderts als Neue Schießstätte der Königlich Privilegierten Hauptschützengesellschaft München errichtet und heute als Baudenkmal in die Bayerische Denkmalliste eingetragen. Geschossen wird da drinnen noch immer und nicht nur für die Sendlinger unter den Münchnern ist der Biergarten deshalb bis heute ,,die Schießstätte".

Augustiner-Keller

Wenn Sie den Biergarten suchen, hier ist er. Aus der Hektik der Innenstadt hier einzutauchen unters grüne Dämmerdach, in das Geklingel der Krüge und Gebrumme der Maßarbeiter, das gehört zu den bajuwarischen Urgefühlen, das ist Münchner Schatten-Dasein schlechthin. Doch wie soll man's beschreiben, was man erleben, ja mit allen Sinnen fassen muss? Stammtisch reiht sich an Stammtisch, über hundert an der Zahl, alle umsorgt von resoluten Bedienungen. Die Kenner aber sitzen hinten bei den Selbstabholern und warten auf das nächste Fass Edelstoff aus dem mit Eis perfekt temperierten Bierkeller.

Aujäger

Am Südrand der Pupplinger Au, an der Straße von Wolfratshausen nach Egling, liegt linkerhand der durchaus ländliche Biergarten. Der Aujäger ist eine ideal gelegene Raststation für eine Wanderung oder Radltour entlang der Isar (siehe Tipp). Auf der Sonnenseite des Gasthauses regiert die Kellnerin, doch vorne gibt's Selbstbedienung. Unter der dicken korrigen Linde steht ein langer globiger Stammtisch mit zwei halben Baumstämmen zum Sitzen. Die Kinder haben viel Platz, der Blick geht am Maibaum vorbei über die weiten Auwiesen - ein Idyll besonders in der Abendsonne, wenn vorne auf dem Weg Skater, Radler oder eng umschlungene Paare vorüberziehen.

Ayinger Bräustüberl

Ein herrlicher Brauereibiergarten an einem BilderbuchDorfplatz. Mit Maibaum, Denkmal, Gasthof, und über alles ragt der Zwiebelturm. Leider parken hier auch die Autos, die trotz der südlichen Lage ein überraschend nördliches Publikum herankarren. Eng zusammenrücken müssen wir ohnehin, den Weg zur Völkerverständigung finden wir über das süffige Bier, das hier im Ort gebraut wird. Draußen im Garten wird das unfiltrierte Kellerbier inzwischen wieder verzapft. Das Bräustüberl war früher nach Johann Liebhard benannt, dem Vorfahr der jetzigen Inhaberfamilie Inselkammer.

Ayinger Ottobrunn

Das Bürgerhaus im Herzen der Gemeinde Ottobrunn wurde nach dem deutsch-italienischen Komponisten Wolf-Ferrari-Haus benannt. Es beherbergt das Rathaus, ein Kino sowie ein eher schickes Restaurant mit Terrasse und einer großen Biergartenfläche, die im Sommer gern von den Einheimischen besucht wird. Münchnern ist dieser Biergarten weniger bekannt. Das heißt aber nicht, dass man an warmen Sommerabenden dort trotz der vielen Tische unter den Bäumen oder Sonnenschirmen immer gleich einen freien Platz findet.

Bergl

Das Bergl ist ein versteckter Biergarten in Oberschleißheim. Fast nur Einheimische finden das idyllische Platzerl mitten im Wald. Zu Ehren des Begründers des Jesuitenordens erbaute der bayrische Herzog Wilhelm V. im Jahr 1600 die IgnatiusKlause, 1803 öffnete in der ehemaligen Klause der Bierausschank Zum Kalvarienberg - daher also der Name Bergl. 1884 übernahm Franz-Xaver Söllner, der Urgroßvater der heutigen Wirtin, das schon damals gut eingeführte Wirtshaus Bergl. Dieser Biergarten gefiel dem Uropa besser als die Menterschwaige (86), die ihm zuvor gehörte.

Brauhaus Bruck

Ausserhalb seines Heimatorts wenig bekannt ist dieser historische Biergarten, angelegt bereits 1840 als ,,Sommerbier-Keller des Marthabräu". Und Marthabräukeller hieß der Garten früher, firmiert jetzt aber unter dem Namen Brauhaus Bruck. Hier wird das königliche Kaltenberg-Bier gebraut, nur das König-Ludwig-Dunkle und das dunkle Weißbier kommen noch aus Schloß Kaltenberg selbst. Den ,,Seitensprung" nach Fürstenfeldbruck propagiert die selbsternannte Schlossbrauerei nicht so gern und deshalb fehlt hier auch der ganze Zinnober, der in Kaltenberg veranstaltet wird.

Bräustüberl Weihenstephan

Die älteste Brauerei der Welt, seit 1040 in Betrieb, ist der Nabel der Bierwelt. Nach dem steilen Weg herauf schmeckt das Bier vorzüglich, vor allem der dunkle Korbinian-Bock und die sechs (!) Weißbiersorten. Vom Hügel blicken wir einerseits weit ins Land hinein, andererseits aufs Brauereigelände. Heroben haben die Professoren und Studenten der Bierfakultät die schattigen Plätze eingenommen, dazu die Freisinger Lokalmatadoren. Leider wurde hier in den letzten Jahren heftig modernisiert, vielleicht der vielen amtlichen Herrschaften wegen: Landhausdielen, Korbstühle, Markisen.

Bruckenfischer

Radler, Autoausflügler, Schlauchboot und Floßfahrer sind sicher schon an dieser klassischen Ausflugsstätte vorbeigekommen, direkt an der Isarbrücke von Schäftlarn und vor der ersten Straßenschikane bevor es steil Richtung Deining hinaufgeht. Die Lage zwischen Isar und Isarkanal wäre ideal, würde nicht ein öffentlicher Weg den Biergarten mitten entzwei spalten. Hier fluten die Radler und Wanderer durch, von denen manche tatsächlich den Versuchungen des Biergartens widerstehen. Vor allem aber quälen sich parkplatzsuchende Autos vorbei, denn Abstellplatz finden die erst hinterm Wirtshaus.

Dampfschiff

Ein kleiner Biergarten in herrlicher Lage an der Amper bei Grafrath. Gleich hinter der hölzernen Gartenterasse wird's hier richtig zünftig. Dort befand sich seit 1880 die Anlegestelle eines Dampfschiffs - daher der Name. Damals gab es keine Bahnlinie nach Herrsching und so strömten die Münchner Ausflügler vom Bahnhof Grafrath zur Amper, um sich von hier das Stückchen zum Ammersee nach Stegen schippern zu lassen. Ausflüge machen bekanntlich durschtig und so eröffnete schon damals das Wirtshaus zum Dampfschiff.

Der Weyprechthof

Ein Nachbarschafts-Biergarten mit U-Bahn-Anschluss und, wie es sich in Bayern gehört, gleich neben der Kirche. Wer einfach einen gemütlichen Abend verbringen will, der ist in diesem Garten gut aufgehoben. Der Radweg führt direkt vorbei, viel Platz für die Kinder ist vorhanden, nur der Zaun setzt ihnen Grenzen. Donnerstags wartet der Weyprechthof mit einem Riesenschmankerl auf: Ein ganzer Ochs dreht sich da am Spieß. Bei unserem Besuch mundete uns der Karli, ein Mordsbrackl mit seinen 2980 Kilo. Dazu Mariabrunner Dunkel, untermalt von Blasmusik, was will man mehr vom Leben?

Einkehr zur Schwaige

Ein Nachbarschaftsbiergarten der moderneren Sorte. Eine ganze Weile hat's ja gedauert, aber inzwischen bieten nun auch die Bäume der Schwaige den rechten BiergartenSchatten. Nebenan, im Schloss Fürstenried, wurde Otto, der Bruder von König Ludwig II., auf Jahrzehnte festgesetzt, der geistigen Umnachtung wegen - ein Märchenkönig war schließlich genug. Für Kinder gibt's direkt am Biergarten eine Spielwiese. Im ersten Stock des Hauses wartet ein Spielzimmer. Ein großer Vorteil der Schwaige: Sie hat einen extralangen Tisch für Feste aller Art (siehe Tipp).

Emminger Hof

Andechs kennt jeder, aber den Emminger Hof in der Erzabtei St. Ottilien? Dabei ist das der westlichste aller Biergärten und somit eine Art Missionsstation als bajuwarische Speerspitze gegen das Schwabenland. Uralte Klosterbauten gibt es hier zwar nicht, die Abtei besteht erst seit gut 100 Jahren, doch das Areal ist weitläufig und lädt zu einem Spaziergang ein. Grandios ist der Blick vom Vorplatz der Abteikirche über die Klostergärtnerei ins Gebirg. Der Biergarten ist im unteren Teil, mit den festinstallierten Tischen durchaus griabig - mit Blick in den Gemüsegarten.

Fasanerie

Die Fasanerie gehörte einst zum Hof von Schloss Nymphenburg und lieferte durch Jahrhunderte das Wildbret für die kurfürstliche und später königlich-bayerische Jagd und Tafel. Die königliche Abkunft sieht man dem stattlichen Wirtshaus immer noch an. Heute gibt's im Gasthaus illustre Feste und Gäste. Der Biergarten aber ist fürs normale Volk gedacht. Nur den Gästen der bedienten Terrasse schiebt man noch Plastikstühle unter - zur Strafe müssen die dann auch unter Schirmen darben. Selber schuld.

Fischer

Der Fischer in Stegen am Ammersee ist eine beliebte Ausflugadresse. Wir nehmen direkt am Ufer Platz und schauen tief, wenn nicht gerade in die Maß Augustiner, dann in die Alpen mit Zugspitze und Ammergauer Bergen. Hier ist Sommerfrische pur, es gibt Liegestühle, eine Strandbar, einen Bootsverleih im Biergarten selbst (siehe Tipp) und die Landungsbrücken der Ammersee-Flotte gleich nebenan. Richtiges Badegelände - für ein paar Züge der anderen Art - lockt etwas die Straße hinab am See Richtung Inning.

Forsthaus Kasten

Wenn Sie über die Rad- und Wanderwege von Krailling, Stockdorf oder Neuried herkommend aus dem Wald treten, liegt inmitten einer großen Lichtung der himmlisch ruhige Ausflugsbiergarten. Hier entfalten Spaziergänger ihre Zeitung, verschmökern Bücherwürmer den lieben Tag, genießen Kinder Wiesen, Spielplatz, Tiergehege, hier eilt nichts. Besonders schön ist der Obstanger mit den fest installierten Biertischen. Abends dann bietet sich den durstig Ankommenden ein fast unwirkliches Bild: eine Insel mit bunten Lichtern im weiten Dunkel drumherum.

Forsthaus St. Hubertus

Der bekanntere unter den beiden Prachtbiergärten im Ebersberger Forst, wie geschaffen für einen Waldspaziergang von einem zum anderen. Weit öffnet sich die Lichtung ums Forsthaus, bietet Platz für Wiesen, den Biergarten und einen geräumigen Spielplatz. Kinder haben hier soviel Auslauf wie in der Sauschütt (148), doch ist der Forsthausgarten nicht ganz so urig und schattig wie der Nachbar. Unter der Woche wirds kaum je voll hier, und dann sind die Vogelstimmen das lauteste, was man hören kann. Autos, die sich über die Schotterpiste von Ebersberg herüberquälen, verstecken sich gnädig weiter hinten.

Franziskaner-Garten

Ein Klassiker in einer behäbigen Wohngegend weit im Münchner Osten, groß und wunderbar schattig. Aus Versehen kommt hier kein Mensch vorbei, vorsätzlich dagegen umso mehr. Der Biergarten zieht sich um das schmucke Wirtshaus herum und so finden sich ganz nach Gusto auch immer genug sonnige oder halbschattige Plätze. Dass hier niemand darben muss, dafür sorgt schon die Brotzeitstraße mit ihrer phänomenalen Auswahl. Die ist einfach eine Schau. Wie wär's mit Eisheiligen im Hochsommer? Feiern lässt sich hier auch famos - in der biergarteneigenen Almhütte für bis zu 25 Personen.

Fürstenfelder

Der Biergarten im Kloster Fürstenfeld hat seit 2002 für uns geöffnet. Hier sitzen wir unter einem Riesenbaum und einigen halbstarken Exemplaren. Trotzdem ist es schön und ruhig hier, wir genießen den freien Blick aufs Kloster Fürstenfeld mit schönstem bayerischen Barock (siehe Tipp). Viel weniger überlaufen ist's als im Kloster Andechs. Es gibt ja auch kein selbstgebrautes Bier, schon mangels Mönchen, denn das Kloster ist nicht mehr in Betrieb. Dafür können wir unter diversen Biersorten wählen.

Gasthof Grub

Direkt an der S-Bahnstation von Grub erwartet uns dieser Landbiergarten mit seinem dichten Kastaniendach. Kein Massenbetrieb und ruhig gelegen - fast ein Geheimtipp. Über 100 Jahre schon leistet das Wirtshaus Dienst am Gast. An vielen Tischen wird bedient, aber für mehr als 200 Gäste bleibt dennoch Platz für Leute mit eigener Brotzeit. Wer nichts mitbringt, den versorgt die Bedienung mit Essen - bei den günstigen Preisen durchaus eine Alternative. Für eine zünftige Grillparty empfehlen wir die Biergarten-Hütte, siehe Tipp.

Gasthof zum Unter'n Wirt

Der Biergarten bietet ein Flussbad in der grünen Amper - das ist mal ein ganz anderes Gefühl als in den üblichen Badeseen. Der Untere Wirt wirkt deshalb auch nicht wie einer der Badeseebiergärten mit Kioskcharakter, in denen hauptsächlich Pommes und Steckerleis verkauft wird. Es handelt sich vielmehr um ein gestandenes Wirtshaus mit uriger Gaststube - und mit Badeanschluss. Leider haben die Essensbuden unter der Woche zu, sie sperren nur am Wochenende auf. Ideal erreichbar ist der Biergarten auch per Schlauchboot auf der Amper, siehe Tipp.

Grünwalder Forstwirt

In der ersten Auflage dieses Biergartenführers firmierte der Biergarten noch als Entenalm. Sie gehörte den Münchner Trambahnern. Draus ist der Grünwalder Forstwirt geworden, der freilich in Straßlach liegt. Eine Stichstraße bringt uns zum ruhigen, weitläufigen Gelände. Der Blick reicht über die Felder bis in die Alpen hinein. An die Straßenbahner-Vergangenheit erinnert der echte weiß-blaue Tramwagen, der sogar ein Stück Gleis unter den Rädern mitnehmen durfte. Leider hat der Forstwirt recht eingeschränkte Öffnungszeiten, jedenfalls was den Biergarten selbst betrifft.

Gutshof Menterschwaige

Einer der schönsten Fuß- und Radlwege Münchens führt von der Großhesseloher Brücke hoch über der Isar zum alten Grünwalder Stadion. Plötzlich tut sich unterm Blätterdach ein weiter Platz auf - das Urbild eines Ausflugsbiergartens. Und weil der Durscht nach dem Radln wie immer groß ist, und weil die schattigen Holztische gar so locken, gönnen wir uns eine gut gekühlte Maß Bier. Die Wirtschaft besteht schon seit 1803. Wer hier einkehrt, kann verstehen, warum König Ludwig I. seine fesche Lola Montez gerade hier einquartierte und zum Schäferstündchen aufsuchte.

Harlachinger Einkehr

Das klassische Gasthaus mit ,,Biergerechtsame", direkt am Scheitelpunkt des Harlachinger Bergs, liegt fast in Rufweite des Hellabrunner Elefantenhauses, wenn nicht im Sommer ein dichter grüner Vorhang zuginge. Sobald die ersten Frühlingssonnenstrahlen durchspitzen, öffnet der Biergarten für die zahlreichen Spaziergänger am Isar-Hochufer. Das freut auch die Maibaumwache des Harlachinger Burschenvereins, strategisch günstig im Schupfen nebenan stationiert. Wenn das nur gut geht! Die wuchtigen Bäume von früher wichen der Sanierung, jetzt müssen halbstarke Exemplare Schatten herbringen.

Heide Volm

Etwas Forscherdrang gehört schon dazu, um hinter der riesenhaften Betonburg der Großgaststätte noch einen Biergarten zu entdecken, einen selbsternannten ,,Traumbiergarten" dazu, aber es gibt wirklich einen, wenn auch keinen allzu berauschenden. Hier gibt es für jeden Geschmack und jedes Alter etwas: Bei gutem Wetter Musik (siehe www.heidevolm.de Biergartenkalender) und Barbetrieb, ein naturtrübes Kellerbier oder die überdachte Veranda für verregnete Sommerabende. Für Gäste mit schwach entwickelter Rückenmuskulatur ideal: Die Sitzbänke mit Rückenlehne.

Heimstettener See

Der kleine Badesee mit angeschlossenem Biergarten liegt näher an Feldkirchen als an Heimstetten und unweit des Münchner Autobahnrings. Für die Umgebung ist der Biergarten wirklich gut geraten, mit einem richtigen Kastaniendach und fest installierten Holzbänken. Diese Vorzüge bieten nicht viele der Biergärten, die hauptsächlich für Sonnen- und Wasserbader eingerichtet sind. Offenbar haben aber Badegäste ein notorisch weitgefasstes Verständnis von Mein und Dein, versucht doch auch hier der Wirt mittels Pfand der drohenden Maß-Nahme abzuhelfen.

Hinterbrühl

Ein klassischer Ausflugsbiergarten mit alten Kastanien, günstigen Preisen und einem rauschenden Bächlein am Eingang. Hier regierte einst Karl-Heinz Wildmoser, der König der Löwen. Die Holzhütten am Wirtshaus erinnern an Ludwig Thomas Zeiten. Der Biergarten hat mehr den Charakter einer Terrasse als den eines weitläufigen Areals. Alle Bierbänke bieten Rückenlehnen. Wir genießen die Aussicht aufs Wasser: Vor allem nachmittags johlen die Floßfahrer auf dem nahen Isarkanal vorüber, das Ziel ihrer Fahrt schon fast vor Augen.

Hirschau

Der etwas versteckte Biergarten auf der stark frequentierten Park-Piste vom Chinaturm übers Seehaus (38) zum Aumeister (42) wartet donnerstags und am Wochenende mit Live-Musik am Tanzboden auf. Bis ein Uhr morgens dürfen wir hier die Krüge stemmen. Wo dereinst im Auwald Hirsche gejagt wurden, entstand zur Mitte des 19. Jahrhunderts ein Wirtshaus zur Verpflegung der Arbeiter der Maffei'schen Maschinenbauanstalt. Heute ist das Traditionshaus samt großem Biergarten wieder in Familienbesitz. Und das merkt man auch: Restaurant und Festsaal warten frisch herausgeputzt auf das gehobene Nordschwabinger Publikum.

Hirschgarten

Man muss es mal erlebt haben, in einer lauen Sommernacht, von der Parkseite her näherkommend, wenn erst ein fernes Summen in der Luft liegt, das langsam lauter wird, schließlich zum Brausen der Stimmen und Geklingel der Krüge anwächst und dann, ja dann steht man mittendrin in der Brandung mit Schaumkronen, im Meer der 7000 Bierund Redseligen, im Epizentrum des bajuwarischen Lebensgefühls. Noch etwas, was man erlebt haben muss: den Schankkellner. ,,Maßkriagl selber hoin!" wird bayerisch-freundlich jeder angeherrscht, der die Stirn hat, unbewaffnet vor dem Herrn zu erscheinen.

Hof-Biergarten Grenzebach

Weit draußen, südlich vom Ammersee, genauer in Stillern bei Raisting, erreichbar nur über ein Sträßlein, liegt mitten im fetten Bauernland und ganz unerwartet der HofBiergarten. Wo sonst haben wir einen Landwirt als Wirt? Der zunächst nur eine Käserei mit Hofladen betrieb, dann fragten vorbeikommende Radler nach Trinkbarem und so entstand 1993 der Biergarten. Herrlich unaufgeregt ist es hier geblieben zwischen Wiesen, Bächen und der hauseigenen Kapelle (Feldmesse am 1. Mai). Platz ist weit herum, die Biertische stellen wir uns dahin, wo's behagt.

Hofbrauhaus-Keller

850 Jahre alt ist das Hofbrauhaus in Freising und damit fast so alt wie der bekanntere Bierbruder aus Weihenstephan. Dafür liegt der Keller viel näher an der herrlichen Freisinger Altstadt und ist auch von der S-Bahn gut zu Fuß erreichbar. Viele Radler, Wanderer und Nachbarn haben sich oben eingefunden. Unter den Tischen lag früher der Bierkeller, in dem das Bier auch im heißesten Sommer kühl blieb. Schön, dass die unseligen Zeiten, in denen das Mitbringen der Brotzeit verboten war, vorbei sind und eine der ältesten Bierstätten Bayerns wieder auf den Pfad der Tugend zurückgefunden hat.

Hofbräukeller

Unter den Kastanien des Hofbräukellers (nicht zu verwechseln mit dem Hofbräuhaus!) lässt sich noch ein echtes Stück Altmünchner Bierkeller-Atmosphäre schnuppern. Gleich neben dem Eingang verbreitet zwar eine Liegestuhl-Armada mit Blick zum Biergarten Rimini-Ambiente. Aber keine Bange: Wer's deftiger mag, kann sich wie eh und je zwischen Schenke und Salettl reindrucken, grad da, wo in lauer Sommernacht ein Meer von Köpfen dicht an dicht hockt und, bajuwarisch leidenschaftlich bei der Sach, dem Bier und dem prallen Leben zuspricht!

Hohenlindener Sauschütt

Eine Perle unter Wildsäuen: Mitten im Ebersberger Forst mit seinen Schwarzkitteln liegt schattig, einsam, verwunschen dieser Märchengarten mit einem Gasthaus im Hexenhäuslformat. Fragen Sie mal die Kenner der Münchner Maßkrugszene, ob sie schon mal von der Waldgaststätte Sauschütt gehört haben? Nix haben die gehört, das versprechen wir. Dabei könnt's gar nicht schöner sein, ein Waldgarten wie aus dem Bilderbuch. Schad bloß, dass es unter den Linden nur noch Garnituren gibt statt der alten festen Tische.

Hopfengarten

Wie sein Westpark-Bruder, der Rosengarten (76), wurde der Hopfengarten zur Gartenbau-Ausstellung 1983 geschaffen. Hier passt alles, die Holztische, die Kastanien samt Maibaum, die Brotzeitstandl, auch gibt's Parkplätze in Mengen. Donnerstags und Sonntags spielt im Sommer Live Music von der verstärkten Sorte, samstags steigt ein Flohmarkt. Gleich nebenan klotzt die olympische Raumstation Audi-Dome alias Rudi-Sedlmayr-Halle selig. Hier feuert Uli Hoeneß seinen FC Bayern an, den mit den wirklich überragenden Spielern, will sagen: die Basketballer.

Insel-Mühle

Eines der schönsten Fleckerln Biergartenerde, von der Würm umspült und von einem prächtigen Blätterdach gekrönt. Am Eingang empfängt uns das große Mühlrad, auf dem die Kinder herumturnen. Wer dann einen Tisch direkt am Ufer ergattert, mag gar nimmer aufstehen. Ringsum kühlt fließend Wasser das Auge und zur Freude von Kindern und Enten ragt auch eine kleine Bucht in den Biergarten hinein. Früher gab's hier Löwenbräu, jetzt perlt Augustiner in den Krug. Neulinge fahren an der Insel-Mühle leicht vorbei, so versteckt liegt sie im Winkel hinter den hohen Bäumen.

Kloster Andechs Bräustüberl

Beschauliche Einkehr brauchen Sie hier nicht zu erwarten, dafür sorgen schon der Parkplatz und die vielen Busladungen aus nah und fern. Sind die Scharen einmal den steilen Berg hinauf, finden sie im Hofkarree Schatten unter den vielen Schirmen. Den sonst üblichen Biergartenkies findet man hier nicht, es ist alles gepflastert. Die Essensausgabe ist perfekt durchrationalisiert; den berühmten Doppelbock, das Helle oder Weißbier gibt's zu fairen Preisen. Die Klosteroberen wollten Andechs aus seinem Herrgottswinkel herausholen und wieder zum Zentrum des geistigen und kulturellen Leben machen.

Klosterbräu Schäftlarn

Im weiten Talgrund der Isar liegen Kloster Schäftlarn und der Bräu, ein klassisches Ausflugsziel - mit angeschlossenem Hotel für Sitzenbleiber. Die Fassade des ehrwürdigen Gasthauses wurde erneuert. Schön ist der Blick auf Kloster und Isartal. Das wissen auch die vielen Radler, die hier einkehren, vor allem, wenn sie den langen Berg nach Hohenschäftlarn hinauf noch vor sich haben. Von Ebenhausen (S-Bahn) führt ein Fußweg direkt hinab zum Kloster. Die Gartenschänke hat nur am Wochenende geöffnet, an den anderen Tagen muss man sich das Bier drinnen im Lokal holen.

Klostergasthof Andechs

Jeder ist schon vorbeigekommen, auf dem Weg nach ganz oben: Wer keine Lust hat dort oben im allzu sonnigen Innenhof abgespeist zu werden, dem sei in halber Höhe, knapp rechts vom Weg der Hauptkarawanen, der viel kleinere, aber schattige Biergarten des Klostergasthofs empfohlen. Eine willkommene Erquickung, wenn uns angesichts des sakrisch steilen Aufstiegs der rechte Bergbock abgeht. Allererste Wahl ist die Lachsforelle mit 19 Kräutern, (ausser Montags), Vergleichbares kennen wir aus keinem anderen Biergarten.

Königlicher Waldbiergarten

zu Schloss Kaltenberg Wahrlich erhaben ist er, der Name dieses Biergartens. Aber zu recht, wie wir feststellen. Idyllisch gelegen zu Füßen des 1292 erbauten Schlosses Kaltenberg, beschirmt von alten Buchen, mittendrin in der mittelalterlichen Kulisse der berühmten Ritterspiele. Fast 17 Jahre war dieses Biergarten-Juwel im Dornröschenschlaf versunken, jetzt ist alles wieder so, wie es sein soll. Heinrich Prinz von Bayern und dem umtriebigen Pächter sei Dank. Ehrensache, dass hier die Maß im Keferloher daher kommt.

Kraillinger Brauerei

Hopfen und Malz werden in der Kraillinger Brauerei zwar nur noch in Fässern geliefert, umso mehr Platz bleibt aber für den Biergarten, eine Sommerfrische für Normalverdiener im sonst so nobligen Würmtal. Die vielen Radler tun ein Übriges, und für die Kinder gibt es sogar eine eigene Etage im Souterrain. Angenehm sind die meist festgefügten Tische und Bänke. Sie lassen das Gewackel der anderswo üblichen Biergarten-Garnituren vergessen. Hier haben wir auch viel Platz zwischen den Tischen. Es herrscht also nicht die Enge mancher StadtBiergärten.

Kugleralm

Der ,,Familien-Biergarten im Münchner Süden", so die Eigenwerbung, ist ein klassisches Ausflugsziel, ein Biergarten mit allem Drum und Dran. So viele Radfahrer wie hier sieht man in keinem anderen Biergarten. Entsprechend ist bisweilen der Andrang, mit dem die großzügig dimensionierten Schankzentren aber spielend fertig werden. Die gesamte Versorgungsstation des Biergartens ist seit 2014 nämlich komplett neu - von der Schankanlage bis zur Biergartenküche. In der Kugleralm, so geht die Mär, wurde 1922 die Radlermaß erfunden, als der legendäre Wirt Franz Xaver Kugler aus der Not eine Tugend machte: An einem heißen Junitag ging das Bier zur Neige und so streckte er es einfach mit Limo, fertig war der Durstlöscher.

Laimers

Ein entspannter und gut versteckter Biergarten in der Wohngegend zwischen Landsberger und Agnes-BernauerStraße. Das Wirtshaus kennt man ja noch, doch um den Garten wissen meist nur die Anwohner aus Laim oder vielleicht noch Pasing. Schade, dass die Buden nicht immer offen haben. Der halbe Biergarten besteht ohnehin aus bedienten Tischen. Von der Großstadthektik hört und spürt man hier nichts. Alte Bäume und das gute Essen in den Buden runden das Bild ab. Einfach angenehm. Abends kommen viele jüngere Leute, die sonst das angesagte Wirtshaus drinnen frequentieren.

Landgasthof Alter Wirt

Ein stattliches Wirtshaus an der Hauptstraße der Stadt Unterschleißheim: Seit 1578 soll der Alte Wirt bestehen, seit 1923 in der heutigen Gestalt. Einen eigenen Ballsaal hat der Alte Wirt und ein Musikzimmer. Zwischen denkmalgeschütztem Wirtshaus und der alten St. Ulrich-Kirche liegt der gemütliche Biergarten mit Hofcharakter. Die Schänke ist stilecht; Brotzeitbuden gibt es aber nicht. Alles Essen kommt also aus dem Wirtshaus selbst. Schade, dass es für die Kinder nur den großen Innenhof zum Spielen gibt.

Langwieder See

Direkt am Ufer des Langwieder Sees und damit ganz in der Nähe der Stuttgarter Autobahn liegt dieser große, noch relativ neue Biergarten. Im weiten Rund des Gartens verlieren sich ein paar Bäumchen. Anständigen Schatten von halbstarken Bäumen gibt es erst direkt am Seeufer. Dort liegen auch die schönsten und beliebtesten Tische. Vor allem abends, wenn die tief stehende Sonne über den See hereinscheint und ein paar späte Schwimmer ihre Bahnen ziehen, ist es ein ganz famoses Platzerl. Direkt vom Biergartentisch kann man ins Wasser tauchen.

Leiberheim

Viele Jahre lag das Leiberheim im Dornröschenschlaf. Seit ein paar Jahren ist aus dem altbackenen Biergarten ein wahres Schmuckstück geworden. Das gefällt den Großen, aber auch die Kleinen dürfen sich freuen über den großen Abenteuerspielplatz. Frisch und blitzsauber ist alles, nur das süffige Erhartinger schmeckt wie eh und je. Ein Besuch lohnt also in jedem Fall, vielleicht auch zu einem der Sommer- und Familienfeste. Infos über Veranstaltungen siehe Homepage und Aushänge im Biergarten. Übrigens: Benannt ist das Leiberheim nach dem bayerischen Leibregiment des ersten Weltkriegs.

Leutstetten

Nobel die Schlossgaststätte in der Nachbarschaft des Wittelsbacher Schlosses, nobel die Starnberger Schickeria, die hier ihre Karossen vorführt. Aber auch durstige Mühlthal-Wanderer schlucken gerne vom königlich-kaltenbergschen Bier. Ein klassischer Ausflugs-Biergarten also, griabig und schattig. Die riesigen, altgewachsenen Bäume setzen dem Garten die Krone auf. Doch Vorsicht, wer wochentags von den Überresten der sagenhaften Karlsburg herabwandert, findet den eigentlichen Biergarten erst ab 17 Uhr geöffnet, am Wochenende freilich schon ab Mittag.

Lochhamer's

Einen schattigen und nicht zu großen Biergarten gleich an der Würm bietet das Lochhamer's, das viele noch unter seinem früheren Namen Lochhamer Einkehr kennen. Leider liegt der Biergarten auch nah an der Straße. Darüber können wir aber hinwegsehen, denn so nah am vorbeimurmelnden Fluss wie hier sitzt man sonst kaum je. Das Wasser erfreut das Auge und die Modelleisenbahn im Biergarten das Kind in uns. Abends scheint nur wenig Sonne herein, das Wirtshaus steht den wärmenden Strahlen im Weg. Das Lochhamer's ist insgesamt ein preiswerter Biergarten.

Löwenbräukeller

Klassischer Biergarten in zentraler Lage: ,,Willkommen in Schottenhamel's Löwenbräukeller" begrüßt uns der Wirt am Eingang In der Tat, seit die alteingesessene Wirtsfamilie hier das Regiment führt, hat sich in diesem Biergarten vieles zum Guten gewendet: Schänke und Brotzeitstraße sind unter die Arkaden der Terrasse gerückt, alles ist etwas kleiner als zuvor und heller zudem. Die Grillhütte bietet neben den Spare Ribs ein ,,Dickes Ding" - ein Riesen-RibeyeSteak mit drei Saucen, im Smoker frisch zubereitet.

Maisinger Seehof

Fast verloren im fetten Bauernland, weit weg vom Autoqualm, von Alltagssorgen, Freizeitstress, lädt dieses kleine Idyll zu einer Rast am Ufer des Maisinger Moorsees ein. Oben auf der Uferböschung stehen die Holztische, mit Licht und Schatten, ganz wie's gefällt. Unten tollen die Kinder am Bach, jagen durchs Schilf oder paddeln im warmen Seewasser. Großstadt ade, ringsum nichts als Felder, Weiden, Wälder. Das wissen auch die anderen Leute und drum wird es am Wochenende gerne voll. Als besonderes Schmankerl schenkt man hier das Weißbier aus der Familienbrauerei Jacob aus.

Maxhof

Unweit des Forstenrieder Parks, inmitten eines behäbigen Wohngebiets, liegt ganz unvermutet dieser gemütliche Biergarten. Ruhig ist's hier unter den wuchtigen Kastanien, kein Schnickschnack ist nötig, um sich rundum wohl zu fühlen. Bier- und Brotzeitstandl haben unter der Woche mittags noch zu, dann muss man sich an den bedienten Tischen niederlassen oder sich das Bier im Lokal holen. Ein kleiner Biergarten eben, nicht großgastronomisch durchrationalisiert, das macht ihn auch so angenehm. Ideal zum Entspannen nach einem arbeitsreichen Tag.

Michaeli-Garten

Schön schattig ist der mittlerweile über dreißig Jahre alte Biergarten im Münchner Ostpark. Und gerade hat er eine Frischekur erhalten. Die Biergartenküche und -schänke sind in den südlicheren Teil des Biergartens gezogen und haben ein nagelneues Dach über den Kopf bekommen. Der Biergarten wirkt nun aufgeräumter und die ,,Versorgungsstation" hell und freundlich. Die Bierbänke reichen natürlich immer noch bis zur Wasserkante und während man schon fast die Füsse in den Ostparksee taucht, kann man in aller Bierruhe den Enten und Schwänen zusehen.

Muffatwerk

Der Biergarten an der Muffathalle liegt zwar von der Straße aus gut versteckt, dafür aber ganz nah an der Radlerautobahn entlang der Isar. Trotz Flussnähe kriegt man hier nichts vom Wasser mit, dafür sorgen der Zaun, der durchaus reizvolle Fabrikeinfahrtcharme und der Hinterhofcharakter. Im Biergarten angelangt, tischt Münchens erster ,,zertifizierter Biobiergarten" Herrmannsdorfer Fleisch vom Lavasteingrill auf. Vor allem wird das warme Essen frisch zubereitet, liegt also nicht schon halb vertrocknet unter der Wärmelampe.

Mühlenpark Garching

1975 wurde die Freizeitanlage Mühlenpark an der Stelle einer alten Mühle errichtet. Der Biergarten freilich sieht aus, als wäre er viel älter. Das alte Mühlrad dreht sich noch im Mühlbach nebenan, ,,Stromschnellen" rauschen ein paar Meter weiter. Wer einmal im gut versteckten Innenhof mit seinen überdachten Veranden und durchweg fest installierten Holzbänken sitzt, genießt das Wasserrauschen und die überaus günstigen Preise für Bier und Brotzeit. Von der sonst häufigen Künstlichkeit eines Freizeitparks ist nichts zu spüren, im Gegenteil, es geht richtig urig zu! Wer den Biergarten über die Mühlgasse ansteuert staunt erst mal.

Olympia-Alm

Sakrisch steil geht's hinauf zum Olympiaberg, tollkühn wäre es da, unterwegs nicht in der Alm einzukehren - dem höchsten Biergarten Münchens. Schatten gibt's von mächtigen Schirmen, die fast den ganzen Biergarten überragen. Wer würde von einer Alm mit Geranienkästen auch besonderes Biergartenflair erwarten? Deutlich mehr als ein Kiosk mit Bierausschank ist es aber doch, dafür sorgen schon die jeweils frisch zubereiteten Speisen vom Grill, die schöne, ruhige Umgebung und die Stammgäste, denen das Wetter wurscht ist - und falls doch nicht: die bereitliegenden ,,Oascherlwärmer" holen.

Park-Café

Wer das Park-Café mit der Nobel-Disco im selben Gebäude gleichsetzt, versäumt eine überraschend wenig bekannte, aber herrlich gelegene Einkehr mitten im Grün des Alten Botanischen Gartens, nur wenige Meter vom Verkehrsgewühl um Stachus und Hauptbahnhof. Durch die altgewachsenen Bäume spitzen der Kasperlbarock des Justizpalasts und die Backsteingotik des Oberlandesgerichts, auf der anderen Seite liegt Münchens feinster Advokatenwinkel, das neueste Hotel der Fünfeinhalbsterne-Klasse und mittendrin der Biergarten mit ganz normalem Publikum.

Paulaner am Nockherberg

A bisserl weltberühmt ist er schon, der Klassiker auf dem Nockherberg, diese ,,Freilichtbühne der Münchner Lebensfreude" (Eigenwerbung), vielen noch unter dem alten Namen Salvatorkeller bekannt. Nach dem verheerenden Brand des Paulanerkellers öffnete der Biergarten längst wieder - neu durchgestylt, aber mit alten Bäumen, die das Inferno wie durch ein Wunder überstanden haben. Wie immer bei solchen Generalüberholungen ist ein bisschen altbackener Charme verloren gegangen - auf drei Seiten umsteht durchgestylte Messearchitektur den Garten.

Paulaner Bräuhaus

Der Bräuhaus-Biergarten bietet zentrale Lage inklusive Auspuffanschluss. Es fühlt sich als ,,offizieller Ausrüster des bayerischen Lebensgefühls", denn hier wurde 1889 das erste Münchner Hell als Vollbier eingebraut. Heute stößt die alte Braustätte fünf verschiedene Saisonbiere pro Jahr aus wie Pauline oder Schwarzer Kapuziner, aber von jeder Sorte nur einen Sudkessel. Fragen Sie also bei Ihrem Besuch, ob es gerade ein frisch gebrautes Spezialbier gibt. Das können Sie dann auch im Syphon mitnehmen.

Paulaner Seegarten

Der Seegarten liegt im Erholungsgebiet Karlsfelder See. Dort warten eine große Liegewiese und, für Unerschrockene, die große Seeumrahmung. Bis 1968 nutzten amerikanische Truppen den Baggersee samt Umgebung als Übungsgelände für Schwimmpanzer. Danach entstand aus der Mondlandschaft das heutige Erholungsgelände. Ob noch ein paar Panzer tief drunten im See rosten? Was die GI`s jedenfalls schmerzlich vermissten: Den Biergarten. Der vordere Teil des Gartens bietet Biertische mit schönem Blick auf See und Liegewiese.

Pe.Es. Kottmeier

Gambas im Biergarten? Kein Problem im Pe.Es., einem treffend benannten Biergarten direkt an der Würm mit reichlich Pferdestärken davor. Zwischen Wirtshaus und Fluss passt sich der Biergarten ein, mit Nadelbäumen am Ufer, mit Sonnenplätzchen in der Mitte und mit engem, aber klassischem Biergartenambiente an der großen Blockhütte - wie geschaffen für Genießer und Sitzenbleiber! Wenn nachmittags unter der Woche wenig los ist, bringt die Bedienung das Bier auch in den Selbstbedienungsteil. Radfahrer findet man im Pe.

Plantage!

Seit 1874 gibt es diesen traumhaften Waldbiergarten bei Freising, hochmodern sind Schankzentrum und Spielplatz. Die Kinder springen durch den wundervollen Laubwald, der sich am Hang über dem Biergarten hinaufzieht und zum Fangermandl einlädt. Eichen, Buchen und Ahorne gibt's also genug, auch sonst manche exotischen Bäume, denn im 19. Jahrhundert legten die Weihenstephaner hier eine Baumschule an - daher also der Name ,,Plantage!". Sonn- und feiertags gibt es von 13 bis 17 Uhr immer mal wieder einen Frühschoppen mit Live-Musik aller Stilrichtungen.

Prinzregent Garten

Hochherrschaftlich der Name, das Bier, das Eingangstor und trotzdem ein gemütlicher Biergarten mit gemütlichen Preisen. Seit der Landsberger Hof der neuen Pasinger Nordumgehung zum Opfer fiel, ist der Prinzregent Garten das einzige echte Biergarten-Gwachs in Pasing. Im nahen Westbad abgebräunt wie Leberkäs, sucht mancher Sonnengeschädigte die überaus schattigen Tische auf, denn Sonne blinzelt eher selten durchs dichte Kastaniendach. Wenn das Westbad voll ist, dann ist hier schwer ein Parkplatz zu finden, abends wird es aber meist besser.

Räuber-Kneißl-Garten

Ein ganz ein verruchter Mörder soll er gewesen sein, der Räuber Kneißl mit seinem Schießgewehr (s. Tipp). Und heutzutag trinkt man in seinem Garten Bier, am besten das Kneißl-Dunkle, nebenan frisch gebraut. Geben Sie bei der Anfahrt nicht zu früh auf, der Garten versteckt sich hinter der Brauerei. Und beim Anmarsch vom Parkplatz geben Sie nicht schon an der Handvoll Freilufttische des Bräustüberls auf, gehen Sie noch über den Brauereihof zum Biergarten. Hier läßt sich ein ruhiger Abend verbringen.

Rosengarten

Dornenstengel mit den seltsamsten Namen umgürten diesen Biergarten, der zur Internationalen Gartenbau-Ausstellung 1983 eingerichtet wurde. Das sieht man ihm auch an, a bisserl fehlt die Tradition. Landschaftsarchitektur eben statt behutsames Wachstum. Doch ein schöner, schattiger Biergarten ist trotzdem draus geworden. Den ganzen modischen Schnickschnack macht der Rosengarten nicht mit und kein Schirmwald verstellt den Blick auf Laub und weiß-blauen Himmel. Der Maibaum mitten im Biergarten vereint die Farben der beiden traditionellen Münchner Fußballvereine.

Rothmeyer's Zur Einkehr

Entspannte Dorfatmosphäre im Weiler Solalinden vor den Toren Münchens. Hier treffen sich die Bodenständigen des Speckgürtels - wenn sie den Weg nach Solalinden finden, was nicht jedem vergönnt ist. Die Einkehr ist halb Biergarten, halb Wirtsgarten - die Trennungslinie ist an den Schirmen und Kastanien leicht abzulesen. Wir setzen uns an die Biertische in den natürlichen Schatten der Kastanien. Wer sich lieber bedienen lassen will, muss zur Strafe unter den Schirmen schwitzen. Zwar ist die Küche des Gasthauses vielgerühmt, doch das bleibt uns immer noch für den Winter.

Schießstätte Allach

Ein schöner, unauffälliger Biergarten unter alten Kastanien nahe der Würm. Vor einigen Jahren noch ein behäbiger Wirtsgarten der ,,königlich privilegierten Feuerschützengesellschaft", hat die Brauerei Kaltenberg endlich auf Biergartenbetrieb umgestellt und das bekommt der Schießstätte gut. Voll wird es hier selten, es bleibt also genug Platz für alle. Und weil der Laden nicht immer brummt, ist auch die Selbstbedienung nicht immer offen - die Bedienung bringt dann Nachschub von drinnen. Die Servicefenster teilen sich Bedienungen und Selbstabholer.

Schlossallee Haag

Hoch droben im finstren Norden, zwischen Freising und Moosburg, liegt ganz unvermutet dieser herrliche Riesenbiergarten, einer der schönsten von allen. Treten Sie ein und wandeln Sie die Allee den Hang hinab, links und rechts von Unmengen trinkfester Bajuwaren gesäumt. Die sitzen längst bei einer Maß Jägerbier aus dem Steinkrug. Früher, als die Schlossallee nur am Wochenende aufgesperrt hat, spielte hier die Blasmusik; inzwischen hat man auf Stilrichtungen aller Art geschaltet. Schad fast. Die Schlossallee ist und bleibt einer der schönsten aller Biergärten.

Schlosswirtschaft Mariabrunn

Natur, Kirche, Brauerei, Ruhe - das sind die stärksten Eindrücke von diesem Traumbiergarten am Waldrand mit angeschlossener Brauerei. Schon die Anfahrt über die Allee und hinein in den weiten, alten Hof ist stark. Er diente schon als Filmkulisse. Am Abend, wenn die Wallfahrtskirche angestrahlt ist und der Biergarten stimmungsvoll leuchtet, ergibt sich nochmal ein ganz anderes Bild - südliches Flair im architektonisch einmaligen Ensemble. Das Bier ,,nach herkömmlicher Art" schmeckt vorzüglich. Riesenkastanien schirmen die Holztische.

Schusterhäusl Germering

In den letzten Jahren trafen wir des öfteren auf ein leerstehendes Gebäude. Wir hatten die Hoffnung schon aufgegeben, dass dieser idyllisch im Wald gelegene frühere Biergarten je wieder ein solcher wird. Doch haben sich zu unserer freudigen Überraschung inzwischen tatsächlich zwei Wirtsleut' entschlossen, alles zu renovieren und im Sommer 2014 wieder einen gemütlichen, übersichtlichen Biergartenbetrieb aufzunehmen. Es herrscht kein Massenbetrieb, man sitzt unter roten Sonnenschirmen, die gut mit dem Grün der Bäume harmonieren.

See-Biergarten Lerchenau

Den Biergarten am Lerchenauer See hatten wir vor Jahren bereits in der Wertung, dann flog die alte PlattenbauTristesse bei einem Wirtewechsel raus und nun ist der Biergarten neu, größer und schöner als je. Diesmal war nicht nur ein Wirt, es war ein Gastronom, ja ein Wiesnwirt am Werke: Die Seepromenade und die zweistöckige PanoramaAlm mit ihrer mordsmäßigen Brotzeitstraße machen ordentlich was her! Woher kennen wir bloß die PanoramaAlm? Richtig, vom winterlichen Eiszauber am Stachus. Den betreibt der Wirt nämlich auch und so wechseln hier halt keine Rindviecher den Ort, sondern die ganze Alm.

See-Post

Wo früher die behäbige Schondorfer Postwirtschaft stand, öffnete 2005 die See-Post, direkt an Ammerseeufer und Dampfersteg. Auf halbem Weg zwischen den Klassikern Etterschlag (176) und Alte Villa (186) werden Radlern garantiert die Beine schwer: Bier, Brotzeit und Bergblick kann man nicht einfach links liegen lassen. Was an einem historischen Wirtschaftsstandort nicht fehlen darf: Die Dorfkirche gleich nebenan. Besonders schön ist das abends, wenn der Kirchturm angestrahlt wird. Langsam nehmen zwar die Lounge-Möbel überhand, dafür entschädigen allemal die traumhafte Lage und der alte Baumbestand.

Seehaus

Wer gesehen werden will, kommt hierher. Wer Leute sehen will, die gesehen werden wollen, kommt her. Und wer glaubt, daß man ihn/sie sehen will, kommt auch her. Wer bloß friedlich den schönen Blick auf See und Park genießen will, kommt auf seine Kosten. Mit etwas bajuwarischem Durchsetzungsvermögen findet sich auch fast immer ein Plätzchen an den Ufertischen. Alle sind happy around, auch die Kinder, die können die Schwäne füttern. Erste Adresse ist das Seehaus im Winter bei Föhn. Die Tische direkt am See können schon rappelvoll sein, wenn der See noch Eis trägt.

Seehaus Schreyegg

Innen ein nobles Lokal, draußen aber ein bodenständiger Biergarten ohne Besonderheiten, wenn da nicht die Lage wäre: Wie bei seinem Münchner Pendant stehen die Tische vom Seehaus direkt am Ufer. Vom Nordende des Ammersees geht der Blick übers Wasser bis weit hinein in die Berge. Der Schondorfer Zwiebelturm grüßt herüber, ansonsten Grün soweit das Auge reicht. Selbstbediener finden am ,,Fenster zum See" seitlich am Restaurant Verköstigung. Geheimtipp ist der Steirische Wurstsalat. ,,Geselligkeit pur" ab 10 Personen versprechen die ,,Biergarten-Specials" mit 20-Liter-Holzfass zum Selbstzapfen, dazu gibt's Spare Ribs oder halbe Hendl.

Seehof Herrsching

Ein Biergarten am Ammersee mit Postkartenblick und Landungsbrückenflair, wenn Diessen und Herrsching gleichzeitig festmachen. Die Seepromenade führt mitten durch den Biergarten. Zuweilen ignorieren auch Radler und Inline-Skater das Fahrverbot. Besonders am Wochenende wird es direkt am Dampfersteg sehr voll. Wohl wegen dieses Auftriebs knöpft uns der Wirt Pfand für Krüge und Teller ab. Dafür kann man dann ausgiebig Leut schaun. Das Panorama sorgt für Ausflugsatmosphäre, der See oft für eine kühlende Brise.

Spektakel

Das Spektakel, der frühere Tannengarten, ist ein anständiger und ruhiger Biergarten nahe der alten Sendlinger Kirche - weit und breit der Einzige seiner Art. Doch ist er arg bedroht von Immobilienprojekten und Nachverdichtung - kein Platz für einen der letzten alten Nachbarschaftsgärten Münchens, den selbst viele Sendlinger nicht kennen, so versteckt liegt er. Natürlich, die Wohnbebauung ist auch bislang schon bedenklich nahe gerückt, die Anwohner schauen uns von oben in den Maßkrug. Trotzdem, man könnte miteinander auskommen, wenn man nur mögen täte.

Taxisgarten

In der Wohngegend zwischen Nymphenburger Kanal und den Auffahrtsalleen liegt wohl versteckt der Taxisgarten. Nach dem Ersten Weltkrieg von der Stadt München für Kriegsopfer eingerichtet, ist der Garten hinter der Versehrten-Villa heute Anlaufstelle vieler jüngerer Leute nicht nur aus Neuhausen und Gern - die U-Bahn hält schließlich fast nebenan. Angenehmer läßt sich ein Sommerabend kaum verbringen. Im Biergarten, unter den alten Bäumen, kann es abends schon mal eng werden. Bittschön, sans ned so gschamig - irgendwo druckt man sich halt noch dazu, die Holzbänke samt Rückenlehnen machen's möglich! Vor der Bude mit dem warmen Essen können sich abends Schlangen bilden.

Tutzinger Biergarten

Der Garten Eden auf einer kleinen Landzunge, nur durch den Uferweg vom Türkis des Starnberger Sees getrennt. Die leichte Brise macht auch heiße Tage erträglich, hinterm Haus liegt sowieso Badegelände. Wer Umkleidekabinen benötigt, der findet das Tutzinger Strandbad nur wenig nördlich von hier. Herrlich der Blick aufs andere Ufer mit den behäbigen Dörfern, die sich die Hügel hinaufziehen. Dort drüben ist Oskar-Maria-Graf-Land, dort wurde er geboren und auf dem Friedhof von Aufkirchen liegt seine Familie begraben.

Viktualienmarkt

Der Biergarten ist die bayerische Version des Kommunismus und nirgends kann man das besser sehen als hier. Da sitzen sie alle: Banker, Broker, Hausfrau, Oberlandler, Penner, Nordlicht - alle am gleichen Tisch. Naja bittschön, a bisserl Streit muss sein, aber dann prosten sich alle wieder zu und freuen sich des Lebens! Leut schaun tun die Bayern sowieso gern. Immer gibt's was zum sehen und staunen, zum grantln und spintisieren. Leider mussten 2014 einige Bäume gefällt werden. Zur Feierabend-Maß wirds dann ruhiger hier.

Waldgasthof Buchenhain

Buchenhain bei Pullach war schon immer ein beliebtes Ausflugsziel. Die Lage am Hochufer der Isar - die man von hier freilich nicht sieht - zwischen Forstenrieder Park und Georgenstein könnte gar nicht günstiger sein. Das Bier bekommt man am Wochenende an der Gartenschänke, sonst holt man es sich drinnen. Der Schankwagen bietet Brotzeit und Kuchen. Daneben wird nun auch gegrillt. Schatten unter den alten Bäumen gibt es reichlich erst ab nachmittags. Vorher findet man unter den zahlreichen blauen Schirmen Schatten.

Waldheim

Das Waldheim des ,,Evangelischen Handwerkervereins von 1848" ist, nicht weitersagen, ein Geheimtipp. Einen solchen Biergarten finden Sie sonst nirgendwo mehr, so versteckt im Wald, so entspannt, so familienfreundlich mit dem Charme - und den Preisen - vergangener Zeiten. Das Waldheim schätzen wir seit Jahrzehnten, doch war es früher nur ein halböffentlicher Biergarten, eher gedacht für Vereinsmitglieder, selbst wenn durstigen Katholiken regelmäßig kühler Trunk verabreicht wurde. Die Historie merkt man im August noch, wenn die Stadt München hier Kinderfreizeiten veranstaltet.

Waldwirtschaft Großhesselohe

Seit Wirt Sepp Krätz 1981 den Traditionsbiergarten übernommen hat, ist die ,,WaWi" zu einem der bekanntesten Biergärten Bayerns aufgestiegen. Von hier ging 1995 die Münchner Biergartenrevolution aus. Daher wundert's kaum, dass auch viele Promis und Nordlichter den Weg hierher suchen. Man kennt sich ja vom Hippodrom, dem früheren Krätz-Zelt auf der Wiesn. Sie alle finden einen wunderschönen, echten Biergarten hoch über dem Isartal. Das gilt auch für die Schlapphüte vom Bundesnachrichtendienst, der gleich jenseits der Mauer residiert.

Wirtshaus am Bavariapark

Der Biergarten im Bavariapark gehört zum gleichnamigen Gasthaus gleich hinter der Bavaria. Seit dem Umzug der Messe ist hier im historischen Theresienhain, dem späteren Bavariapark, ein ganz neuer Stadtteil entstanden. Natürlich mit Biergartenanschluss. Das gibt dem Garten auch den Charakter vor: Mitten in der Stadt sind wir halb im Park mit seinen schattigen, alten Bäumen und halb von den historischen Messehallen umgeben. Die Kinder haben viel Auslauf unmittelbar am autofreien Zentralen Platz der alten Messe.

Zum Aumeister

Eine fixe Größe und feste Anlaufstation ist der Aumeister für die Besucher des Englischen Gartens und für die Bewohner der Studentenstadt. Seine Lage am Nordrand des Parks macht ihn zum idealen Ausflugsziel. Oft schon im März lockt Frühlingswetter Scharen zur Einkehr. Überhaupt bietet der Aumeister manches, woran in anderen Biergärten oft nicht zu denken ist. Da gibt es eine Kinderkarte nebst Kaiserschmarrn, ,,Bangkok trifft Bologna", verschiedene Frischkäse (,,Aprikosen-Rosmarin") in großen und kleinen Portionen, ein eigenes Weinregal mit passenden Gläsern und richtiges Mineralwasser statt dem traurigen Tafelwasser von anderswo.

Zum Bartewirt

Ein schmucker Biergarten weit draußen, kurz vorm Tegernsee und dennoch mit S-Bahn-Anschluss. Kreuzstraße - der Name macht Sinn. Direkt am Straßenkreuz beim Maibaum liegt der Biergarten. Der bietet halb Sonne, halb Schatten, für jeden ist also ein Platzerl dabei. Für unsicheres Wetter gibt es neuerdings ein kleines Zelt. Der Bartewirt präsentiert sich als ein schöner Ausflugsbiergarten, ideal als Radlerziel oder nach einer Bergtour am Tegern- oder Achensee. Der Wirt bietet ,,bayrisch-österreichische Küche" an.

Zum Flaucher

Der Flaucher, das Naturerholungsgebiet an der Isar, bietet nicht nur Kiesbänke für Grillfeste und Nacktbader. Er birgt auch einen schönen Biergarten, seit Johann Flaucher 1873 die alte Jagdhütte der Wittelsbacher übernahm. Angenehm fällt auf, dass die Holzbänke nicht so arg eng Hintern an Hintern stehen wie im Augustiner oder Hofbräukeller. Dafür haben sie jetzt alle eine Rückenlehne. Im Gartenteil hinterm Wirtshaus gibt es auch einen überdachten Bereich oder er kann für Veranstalltungen im Restaurant mit reserviert werden.

Zum Grünen Baum

Ein schmuckes Wirtshaus mit einem angenehmen Biergarten, halb sonnig, halb schattig und an unvermuteter Stelle, kurz vor dem Rondell zur Stuttgarter Autobahn. Eher für die Anwohner ist die Feierabend-Maß gedacht: Ein günstiger Spezialpreis für die Maß zwischen 15 Uhr und 17.30. Cooler ist die Eismaß: Bier im gefrosteten Glas für 10 Cent extra. Das Personal in den Salettln ist engagiert bei der Sach und wenn der Schankkellner die Glocke läutet, wissen die vielen Stammgäste: Jetzt wird ein frisches Augustiner-Vollbier aus dem Holzfass angezapft, nix wie hin zur Schänke! Das gibt es jeden Tag ab 17.

Zur Aubinger Einkehr

Nicht leicht zu finden ist die Aubinger Einkehr, nicht nur weil sie eigentlich in Neuaubing liegt, noch mehr, weil sich der Biergarten hinter Mauern und Hecken versteckt. Das stört jedoch die Gäste aus Neuaubing nicht, von weiter her kommen eh nicht viele. Ein Nachbarschaftsbiergarten der alten Sorte also, in den man nach der Arbeit geht und hockenbleibt bis zum Abwinken. Besondere Biergartenpretiosen braucht man hier nicht erwarten, aber ein ruhiger und angenehmer Abend läßt sich in der Einkehr jederzeit verbringen.

Zur Freiheit im Viehhof

So stellt sich der Münchner Berlin vor oder gleich die Bronx: Im Viehhof, einem abrissgefährdeten Teil des Schlachthofs, bietet die Freiheit einen Biergarten mit herrlichem Ruinencharme. Garantiert ohne Bäume, bar jeder Gemütlichkeit. Wie lange die Freiheit noch sein darf, ist ungewiss, doch halten Provisorien erfahrungsgemäß am längsten. Der Biergarten öffnet nur im Sommer, wenn im Viehhof gleichzeitig Freiluft-Kino läuft. Spätabends tönt also Hollywood hörbar herüber. Mitten im Hof verteilen sich an die hundert Biertische.

Zur Geyerwally

,,Willkommen sind friedvolle Gäste im Biergarten und stimmbegabte Herren für den Chor" verkündet die Tafel am Eingang. Damit sind wir zutreffend eingestimmt auf dieses Kleingartenidyll des Männergesangvereins Concordia, der schon 1914 die erste Bierbude aufstellte. Ob der Biergarten damit wirklich der älteste Münchens ist, wie die Homepage meint, bezweifeln wir. Inzwischen hört der Biergarten auf den Namen Zur Geyerwally. Ohne Klimbim kommt die Geyerwally aus, hier trifft sich die Nachbarschaft aus Borstei und Neuhausen.

Zur Mühle Ismaning

Eine Traditionswirtschaft am rauschenden Mühlbach und direkt an Ismanings Piazza mit dem imposanten Maibaum des Ismaninger Burschenvereins. Seit 1894 wird die Mühle von der Wirtsfamilie Seidl geführt, inzwischen in vierter Generation. Jeder der Wirte hieß Anton Seidl und, wen wundert's, der nächste Stammhalter ist auch schon auf der Welt - ein Anton, versteht sich! Das Wirtshaus mit dem typischen Schopfwalmdach steht übrigens seit 1840. Stellen Sie sich einen typischen Wirtsgarten vor, mit hundertjährigen Kastanien, mitten im Ort und mit Bedienung an gedeckten Tischen, der im Zuge der Modernisierung zum ,,Vollbiergarten" ausgebaut wurde.

Zur Post Herrsching

Ein uralter Biergarten mit - wie es heißt - 400 Jahre alten Kastanien erwartet uns hier in Herrsching. Eine Oase mit herrlichem Blätterdach nach all dem Getümmel unten am See und oben in Andechs. Drum mahnt uns auch ein Transparent im Biergarten: ,,Oh Wanderer, verweil nur hier, bei bestem Augustiner Bier! Ruft auch der Berg, bewahr die Ruh' und hör ihm von hier unten zu." Das ist ein Wort - gerne bleiben wir hier am rauschenden Kienbach hocken. Der Webseite entnehmen wir, wann es hier Live-Musik gibt oder einen der amüsanten MottoTage.